Paarberatung

Menschen finden zu einander und binden sich in einer Phase, die nicht umsonst als die Phase der „rosaroten Brille“ bezeichnet wird. Alles scheint passend, perfekt und wunderbar. Es ist eine wichtige Grundlage für spätere Beziehung. Aber wenn der „Drogenrausch“ der Verliebtheit nachgelassen hat, schleichen sich die ersten Themen ein, die für das weitere Bestehen als Paar geklärt werden sollten. – Was hier kurz umschrieben steht, ist die erste Phase von vielen, die eine Partnerschaft durchläuft.  Dem folgen also weitere Abschnitte. Denken Sie nur an die Phase des Kinderkriegens, der Wechseljahre und die vielen kleinen und großen Etappen dazwischen und danach. Beziehungen unterliegen also Phasen und auch die Sexualität wird von diesen Phasen stark beeinflusst. Es wird nie langweilig, man kann sich immer wider auf Veränderungen und Neus einstellen. Das gehört zum Leben dazu und ist auch gut so. Nur die Frage ist, wie gehen Sie damit um? Wie integrieren Sie Veränderungen in Ihr Leben und was bewirken diese in Ihrer Partnerschaft und Sexualität?

Haben Sie es vielleicht schon in Ihrer jetzigen oder früheren Partnerschaft beobachtet, dass sobald es thematisch schwierig wurde, sich diese Probleme auch auf Ihr Sexualleben auswirkten? Während Frauen oftmals auf partnerschaftliche Probleme mit weniger Lust reagieren, kann Stress bei Männern zu Luststeigerung führen. Auch das hier ist eine ziemliche Herausforderung. Frauen- und Männersexualität kann in manchen Bereichen und vor allem in der Eistellung zu diesem Thema unterschiedlich sein. Dies gilt zu verbinden und einen Konsens zu finden. Wenn sich dieser jedoch nicht in einem gemeinsamen Gespräch finden lässt, ist Begleitung durch einen Berater, Coach oder Therapeuten umumgänglich.

Partnerschaftliche Schwierigkeiten machen sich also oftmals in der Sexualität bemerkbar. Sexualität ist quasi ein Kompass dafür, wie gut eine Beziehung funktioniert, wie effektiv Paare mit Problemen und Veränderungen umgehen. Aber auch Probleme sexueller Natur können die Partnerschaft belasten. Hier dreht sich tatsächlich der Kreis, mit der Fragestellung, was zu erst da war? – das Huhn oder das Ei…?

In der Sexualberatung mit Paaren steht primär der Bereich der Sexualität im Vordergrund. Es kann jedoch auch sein, dass andere Themen besprochen werden, wenn sie eben einen Einfluss auf die Sexualität nehmen. Wobei die Beratung in unterschiedlichen Settings ablaufen kann. Bei einigen Paaren ist es so, dass von Beginn an bis zum Ende beide Partner anwesend sind. In einigen Fällen, wenn es sich herausstellt, dass die Ursachen nur eine der Personen betreffen, können Einzelsettings von Vorteil sein. Und man kann nicht von Vorne herein sagen, wie viele Settings es werden. Das worauf Sie sich einlassen, ist ein Prozess, der ständigen Entwicklung unterliegt. Gespräche und Paarübungen finden in der Beratung direkt satt – sexuelle Übungen sind Hausaufgabe.

Und natürlich gehört zum Thema Sexualität auch die Beschäftigung mit den Themen der Partnerschaft dazu. Den Wünschen und Vorstellungen über eine Beziehung. Angefangen, wie Partnerschaft entwickelt werden kann, über die Stabilisierung der Beziehung hinzu Entwicklung von Visionen, Zukunftsideen und Perspektiven. Und leider gehört auch dazu Beratung und Unterstützung bei Fragen der Trennung und damit verbundenen Trauerprozessen…